Naturally Restoring Landscapes and Gardens
Standortanalysen für landwirtschaftliche Betriebe
Um Wasser langfristig zu halten, Erosion zu verringern und die Bodenfruchtbarkeit zu stärken, müssen Boden, Wasser und Standortbedingungen gemeinsam betrachtet werden. Daraus entstehen standortangepasste Maßnahmen für Wasserrückhalt und Versickerung – wie etwa durch Rückhalteteiche, Infiltrationsbereiche, bepflanzte Mulden oder Geländeterrassen.
Ziel ist, alle Zusammenhänge fest in die landwirtschaftliche Bewirtschaftung zu integrieren. Dabei stehen langfristig wirksame Maßnahmen im Vordergrund, die meist mit vorhandener Technik umsetzbar sind und keine hohen Investitionen erfordern.
Bodenaufbau und Wasserretention für eine klimaangepasste Landwirtschaft.
Analyse
Wasserrückhalt
Mit Hilfe von Satelliten-, Luftbild- und Geländedaten werden Wasserflüsse, Senken, Abflusswege und Speicherpotenziale von landwirtschaftlichen Flächen analysiert. So wird deutlich, wo Maßnahmen zum Wasserrückhalt besonders wirksam sind.
Erfasst werden Wassereinzugsgebiete, markante Landschaftsstrukturen, potenzielle Wasserfließwege, Senken, Hangneigungen sowie Vegetationsbedeckungen. Auf Basis eines topografischen Höhenmodells erfolgt eine Einschätzung von Trockenheits-, Abfluss- und Erosionsrisiken.
Maßnahmen
Wasserrückhalt
Auf Basis der digitalen Flächenanalyse werden standortangepasste Konzepte entwickelt. Ziel ist es, Wasser zu speichern, die Bodenfeuchte langfristig zu verbessern, Erosion zu reduzieren und Betriebe widerstandsfähiger gegenüber Trockenperioden und Starkregen zu machen.
Dafür werden die Wasserflüsse auf Hof und Flächen analysiert, mit den digitalen Ergebnissen abgeglichen und daraus konkrete Maßnahmen entwickelt: natürliche Rückhaltebereiche wie Teiche oder Mulden, Infiltrations- und Versickerungssysteme sowie ein gezieltes Regenwassermanagement für Wege, Dächer und Hofflächen. Bestehende Bewirtschaftungssysteme, beispielsweise Agroforststrukturen, können dabei sinnvoll integriert werden.
Bodenbewertung
Wasserrückhalt
Die feldbasierte Bodenbewertung (Visual Soil Assessment, VSA) untersucht zentrale Bodeneigenschaften, um die Wasseraufnahme und Speicherfähigkeit der Böden zu bewerten und Maßnahmen für den Bodenaufbau abzuleiten.
Eine Analyse umfasst die Bestimmung der Bodenart, die Untersuchung von Bodengefüge, Wurzelentwicklung und Aggregatstabilität mithilfe der erweiterten Spatendiagnose nach Andrea Beste. Ergänzend werden der potenzielle Oberflächenabfluss nach der USDA-Runoff-Curve-Number-Methode sowie die mikrobiologische Bodenqualität nach dem Soil-Food-Web-Ansatz von Elaine Ingham bewertet.
Optional können Bodenproben nach der Albrecht-Methode analysiert werden, um Düngeempfehlungen zur Verbesserung der Bodenstruktur und Optimierung der Nährstoffbalance zu erhalten.
Die Beratungskosten werden zu 75 % vom Land Brandenburg mit ELER-Mitteln übernommen.
Für die Umsetzung von Maßnahmen ist ein individuelles Angebot einzuholen.
Die Kosten für die Bodenanalyse nach der Albrecht-Methode sind selbst zu tragen.