Naturally Restoring Landscapes and Gardens

Feldbucheinträge
Landscape Notes

Ähnlich wie ein Feldbuch, in dem Beobachtungen und Aufzeichnungen aus dem Gelände dokumentiert werden, sammeln die Landscape Notes Skizzen, Notizen, Erkenntnisse und Überlegungen aus meinen Projekten und Aufträgen. Sie geben Einblick in meine Arbeitsweise, meine Denkprozesse und meinen gestalterischen Umgang mit Natur und Landschaft.
Für potenzielle Auftraggeberinnen und Auftraggeber bieten die Landscape Notes eine Möglichkeit, meine Herangehensweise und die Grundlage einer möglichen Zusammenarbeit kennenzulernen.

01

Wo ist Wasserrückhalt besonders wirksam?

In der Potenzialanalyse für die Märkische Schweiz ging es darum, Flächen zu finden, wo Maßnahmen für Wasserrückhalt, Erosionsschutz und Biotopverbund am meisten bewirken.

Wie nähert man sich einem 20500 ha großen Landschaftsraum? Wir haben es nicht über Verwaltungsgrenzen getan, sondern über Wassereinzugsgebiete als räumliches System – in dem Niederschlag, Abfluss, Boden und Stoffströme miteinander wirken.

Daraus entstanden Bodenabtragswerte, die die Landschaft im ersten Schritt in unterschiedlich gefährdete Bereiche gliedern.

Für mich entscheidend: immer das Ganze im Blick behalten – nicht nur die Einzelteile.

02

Was im Lehrbuch oft fehlt: Stickstoff im Boden ist mehr als Chemie.

Für gute Erträge zählt seine tatsächliche Verfügbarkeit – und die entsteht im Zusammenspiel des Bodenlebens. Bakterien binden Stickstoff, Protozoen und andere Organismen setzen ihn wieder frei und machen ihn für Pflanzen nutzbar. Der eigentliche Motor dieses Kreislaufs ist Kohlenstoff aus Wurzeln, Mulch und Ernteresten. Ohne ihn kein aktives Bodenleben, ohne dieses keine Stickstoffmobilisierung.

Wenn viel mineralischer Stickstoff zugeführt wird, verändert sich dieser Kreislauf: Wurzeln reduzieren ihre Aktivität, der Kohlenstoffeintrag sinkt – und die natürliche „Kreislaufpumpe“ wird geschwächt, der Bedarf an Düngemittel steigt.

Für mich ist klar: Der Boden ist ein lebendiges System, das Pflanzen mit Nährstoffen versorgt. Bevor gedüngt wird, sollte man seine Funktionsweise verstehen.

03

Die Suche nach dem richtigen Standort.

Um herauszufinden, wo sich Wasser in der Landschaft gut zurückhalten lässt, muss man in den Untergrund schauen. Mit einem Bagger die verschiedenen Bodenschichten sichtbar zu machen, ist sehr spannend. Dabei lassen sich stauende Schichten, Wasserstände und mögliche unterirdische Wasserwege erkennen.

Solche Untersuchungen sollten gezielt und umsichtig durchgeführt werden. Jeder Bodenaufschluss ist ein Eingriff in die Landschaft.

Mir ist wichtig: Die Landschaft gut zu verstehen, bevor ich eingreife – damit ich weiß, was ich tue und warum ich genau dort nachschaue.

04

Wenn das Leben zurückkehrt.

Wo Wasser zurück in die Landschaft kommt, kehrt oft auch das Leben zurück. Pflanzen wachsen, Tiere finden Lebensräume, und vieles wird wieder sichtbar. Mehr Wasser ist deshalb auch mehr Lebendigkeit.

Für mich bedeutet das, Pflanzen und Tieren Raum zu geben – und damit auch dem, was mein Herz berührt.

05

06

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